Menu

 

 

So hat es begonnen.

 Unsere Reise

 Über Uns

ge

Esther, Jahrgang 1955

Eigentlich ist das Wasser nicht mein Element, lernte ich doch erst mit etwa 20 Jahren richtig schwimmen.
Und zum segeln kam ich nur durch Zufall:
Auf einem Frühlingstörn in der Ägäis gab`s noch einen freien Platz und da ich zu jener Zeit alles Neue und
Ungewohnte gerne mitmachte, segelte ich mit. Die Crew war lustig zusammengewürfelt, das Wetter mehrheitlich
kühl, regnerisch und sehr windig und mit der Zeit war alles eher feucht und klamm.
Doch mich faszinierte die Tatsache, nur mit Hilfe des Windes voran zu kommen. Wieder zu Hause, lernte ich während des
darauffolgenden Sommers an den Wochenenden das Segeln auf dem Bodensee.
Wann immer Ferien und Finanzen es zuliessen, versuchte ich per Kojencharter mitzusegeln, was einige Male der Fall war,
entweder in Griechenland oder der Türkei.
Am Fest einer Arbeitskollegin lernte ich Giancarlo kennen, auch er begeistert vom segeln und bereits dabei, für den
geplanten B-Schein Meilen zu „pickeln“.
Also kam was kommen musste: wir taten uns zusammen, „pickelten“ gemeinsam Meilen und Sonstiges, heirateten und
charterten für unsere Hochzeitsreise 4 Wochen eine Maxi 95 in der Ägäis!
Nachdem wir zwei unserer besten Freunde nach einigen Überredungskünsten auch zum „Schiffli fahren“ begeistern konnten,
waren wir viele Jahre typische Chartercrews,  in den Sommerferien mit unterschiedlichen Booten meist im Mittelmeer unterwegs.
Die Jahre zogen ins Land, die Pensionierung hat uns eingeholt und da Alter bekanntlich nicht vor Torheit schützt, haben wir uns gesagt,
jetzt oder nie mehr und werden schauen, was die Gioconda mit uns noch alles vor hat.  

Giancarlo Jahrgang 1947

Als Auslandschweizer in Monza und in Mailand aufgewachsen, verbrachte ich die drei-monatigen Sommerschulferien am Meer in Sestri Levante (Liguria).
Während dieser schönsten und spannendsten Monate des Jahres lernte ich das Meer kennen und lieben und hatte schon als Jugendlicher eine ganz spezielle Beziehung zu ihm.

1970 auf meiner Autostopp-Reise von Zürich nach Hong Kong bekam ich eine Passage auf einem Schmugglerschiff  von Kuwait nach Abadan (Süd Persien). Wir starteten am Mittag, verbrachten die Nacht im Golf und im Morgengrauen erreichten wir die Mündung vom Euphrat und motorten flussaufwärts  bis zum Zielhafen. Das war mein erster Kontakt  mit der Hochsee. Nachts, leichter Wellengang, Mondschein, die Stimmung an Bord, die See hatte mich gepackt. Ich wusste, das ist nicht das letzte Mal mit
Schiffsplanken unter den Füssen!
1972 war ich Reiseleiter in Porto Petro, Mallorca. Da lernte ich einen deutschen, pensionierten U-Boot Kapitän kennen, einer der wenigen, welcher den Krieg überlebt hatte. Er war der Besitzer einer knapp 4 Meter langen Jolle. Eines Tages erklärte er mir in
seiner knappen, wortkargen norddeutschen Art von der  Mole aus, wie man die Segel setzt und da sollte ich dann dieses “Ding“ ohne Motor  bewegen, ohne theoretische und praktische Kenntnisse. Segel setzen klappte noch, aber das Ablegen von der Boje bei auflandigem Wind sorgte für lautes Gelächter aus der Hafenkneipe, was ich aber souverän überhörte. Zwei Stunden später erwischte ich mit  viel Glück  wieder die Boje nach einem Ausflug in der Porto Petro-Bucht . Wie ich das geschafft hatte,  “keine Ahnung“.  Ich erinnere mich heute noch an den verächtlichen Blick von Kapitän Emde als ich ihn fragte, was ich falsch gemacht hatte und dass ich nicht gegen den  Wind segeln könne. Die Antwort war  kurz und bündig:  “Kreuzen mein Junge, kreuzen“! In der Zwischenzeit kann ich sogar kreuzen!
1979 sass ich in derselben Hafenkneipe, aus welcher damals das Gelächter kam und bewunderte die Jachten in der Bucht und da fasste ich endgültig den Entschluss, mich zum Skipper ausbilden zu lassen. Seit 1983 bin ich im Besitz der Hochseelizenz, in der Schweiz B-Schein genannt.
Eine eigene Firma und eine Familie mit zwei Kindern und das Segelfliegen als Ausgleich, da blieben leider über Jahre öfters nur 3-wöchige Chartertörns mit lieben Freunden, meiner Schwester Irene und ihrer Familie und später auch mit den eigenen Kindern,
mehr Zeit für dieses schöne Hobby lag da nicht drin.
Seit dem 4. Mai 2015 sind meine Frau Esther und ich stolze Besitzer unserer  “GIOCONDA“ und verbringen seither einen Grossteil unserer Zeit auf See im Mittelmeer.

amel

 

Builder : AMEL
Model : SHARKI
Year : 1987
Flag : SWITZERLAND

Länge: 11.95 m
Beam : 3.60 m
Draught : 1.85 m
Rigging : Ketch
Keel : Fixed Keel Material : Polyester
Hull : Monohull

 

 

 

Unser Weg